Jahresbericht 2025
Strukturen schaffen, Zukunft gestalten
Seit Dezember 2024 bin ich als Leiter Management Services Teil der Localmed & City Notfall AG. Wie bei einem Antritt in eine neue Funktion und ein neues Unternehmen üblich, war das erste Jahr geprägt von einer intensiven Einarbeitung und dem gegenseitigen Kennenlernen einerseits sowie dem Einbringen eigener Erfahrungen und Ideen andererseits.
Bereits vor meinem Stellenantritt wurde der Bereich Management Services im Sommer 2024, im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Daniel Galli und der Übernahme von Michael Hofer als CEO, einer Reorganisation unterzogen.
Neben den Bereichen HR, Marketing/Kommunikation und IT wurde ein neues Projekt-Team geschaffen, das zentrale und standortübergreifende Aufgaben übernimmt. Zusammen mit den Anpassungen am Organigramm – darunter die direkte Unterstellung des Bereichs Marketing/Kommunikation unter den CEO – sowie der vertieften Zusammenarbeit mit der Lindenhofgruppe in den Bereichen Patientenadministration, Finanzen und Controlling ist der Bereich organisatorisch zweckmässig und zukunftsorientiert aufgestellt.
Personell sind die Ressourcen aus meiner Sicht aktuell noch eher knapp bemessen. Dies betrifft insbesondere die Bereiche HR und IT, was sich teilweise auch im Kerngeschäft an der Front bemerkbar macht. In diesem Zusammenhang hoffe ich, im Jahr 2026, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsleitung, entsprechende Massnahmen umsetzen zu können.
Veränderungen im Management gehen nicht selten auch mit personellen Veränderungen innerhalb der Teams einher. Dies war bei uns mit dem Austritt von Simone Fäh als langjährige und erfahrene HR-Fachspezialistin im Februar 2025 ebenfalls der Fall. Die ersten fünf Monate standen für mich daher – neben der Einarbeitung und dem Kennenlernen – im Zeichen einer HR-Übergangslösung zur Sicherstellung des Tagesgeschäfts sowie der Neubesetzung des HR-Teams.
Mit Nadine Lehmann und Michaela Lauber konnten zwei HR-Fachexpertinnen mit gemeinsam umfangreicher Erfahrung in den Bereichen Lohnverarbeitung, Beratung, HR-Prozessentwicklung, Digitalisierung sowie HR-System-Know-how (PEP, Business Central) für das Unternehmen gewonnen werden.
Neben der Neubesetzung und Einarbeitung des Teams stellte im HR insbesondere die Einführung des Lindenhofgruppen-übergreifenden HR-Systems «Business Central» per Anfang 2025 eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Ablösung eines Systems ist in der Regel nicht mit der Abschaltung des alten Systems und dem Go-live des neuen abgeschlossen. Bis sämtliche Kinderkrankheiten behoben und die zugehörigen Prozesse vollständig überarbeitet sind, vergehen erfahrungsgemäss ein bis zwei Jahre – insbesondere dann, wenn diese Arbeiten parallel zum operativen Tagesgeschäft erfolgen.
Gemeinsam mit dem im Jahr 2024 neu aufgestellten Projekt-Team wurden im vergangenen Jahr, parallel zu den laufenden Projekten, die künftigen Aufgaben und Zuständigkeiten dieses Teams definiert. Ziel ist es, dass sich das Projekt-Team neben der Durchführung von Projekten verstärkt um standortübergreifende Aufgaben kümmert und damit eine möglichst einheitliche Prozesslandschaft über alle Standorte hinweg sicherstellt.
Ein konkretes Beispiel hierfür ist die im vergangenen Jahr durch Tamara Schüpbach begleitete Umstellung der Laborgeräte von Risch auf Labpoint/Axonlab. Ziel dieses Projekts war es, an allen Standorten mit einem einheitlichen Lieferanten und Ansprechpartner zu arbeiten und durch die Konsolidierung der Prozesse einen einheitlichen Standard zu etablieren.
Eine vergleichbare standortübergreifende Lösung wird ab 2026 auch für den medizinischen Gerätepark angestrebt. Zu diesem Zweck wurde Ende 2025 eine standortübergreifende Inventarisierung sämtlicher medizinischer Geräte durchgeführt. Wir möchten künftig die Wartung und Instandhaltung unserer medizinischen Geräte über möglichst nur einen Partner abwickeln. Dies soll neben Kosteneinsparungen insbesondere auch zu prozessualen Verbesserungen im Kerngeschäft führen.
Der Hauptfokus des Projekt-Teams lag im Jahr 2025 jedoch auf dem Projekt «Standort Kerzers». Nach einer längeren Vorprojektphase konnte im Januar 2025 mit der Umsetzung begonnen werden. In Kerzers soll in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kerzers Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 das neue Ärztezentrum Kerzers zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung eröffnet werden.
Während die Gemeinde Kerzers für den Umbau des ehemaligen Restaurants «Märlipinte» verantwortlich ist, übernehmen wir intern die Planung und Beschaffung des Mobiliars, der medizinischen Geräte sowie des Personals. Ende 2025 konnte mit der Rekrutierung von Anja Nussbaum als leitende MPA ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Die Rekrutierung der ärztlichen Leitung soll idealerweise bis Mitte 2026 abgeschlossen werden.
Abschliessend blicke ich trotz der zahlreichen Veränderungen und Herausforderungen im vergangenen Jahr insgesamt positiv in die Zukunft. Mit der organisatorischen Weiterentwicklung des Bereichs Management Services, der gezielten Verstärkung einzelner Teams sowie der engen Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachbereichen konnten wichtige Grundlagen für die kommenden Jahre geschaffen werden.
Die laufenden Projekte und die standortübergreifende Zusammenarbeit zeigen, dass wir als Unternehmen bereit sind, bestehende Prozesse weiterzuentwickeln und neue Lösungen gemeinsam voranzutreiben. Gleichzeitig bleibt es zentral, unsere Mitarbeitenden und Teams im operativen Kerngeschäft bestmöglich zu unterstützen und gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen für den Arbeitsalltag zu schaffen.
Ich freue mich darauf, die anstehenden Herausforderungen zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Teams anzugehen und die Weiterentwicklung der Localmed & City Notfall AG aktiv mitzugestalten. Gemeinsam sind wir gut aufgestellt, um die kommenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen und die Zukunft unseres Unternehmens nachhaltig weiterzuentwickeln.
Ein Bericht von Thomas Marras, Leiter Management Services

